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Parteiübergreifendes Aktionsbündnis: Baumschutz auf breiteren Schultern

Das Aktionsbündnis „Baumschutz Schweinfurt“ bittet beim Bürgerentscheid für den Erhalt einer Baumschutzverordnung - am Sonntag, 28. Januar 2018 um die Ja-Stimmen der Schweinfurter Bürger. Mit der Gründung eines Aktionsbündnisses „Baumschutz Schweinfurt“ ist der Kampf um den Erhalt einer Baumschutzverordnung auf deutlich mehr Schultern verteilt:  partei- und verbandsübergreifend.  Neben den Initiatoren Stefan Labus und Dr. Ulrike Schneider von der SWL/Freie Wähler haben sich SPD, ödp, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Die Piraten, die V-Partei und verbandsseitig der Bund Naturschutz, LBV, NaturFreunde Schweinfurt, Vogelschutzverein Schweinfurt angeschlossen.

 

Sprecher des Bündnisses ist der Schweinfurter Landschaftsplaner Richard Lindner, der die Aktionen bis zum Bürgerentscheid am 28. Januar koordinieren wird und in Kooperation mit der Agenda 21 an einem Kompromissvorschlag arbeitet. Er soll an geeigneter Stelle für eine Lockerung der bisherigen Baumschutzverordnung sorgen. „Eine Baumschutzverordnung ist unabdingbar notwendig, um willkürlichem Fällen von Bäumen einen Riegel vorzuschieben“, so die Bündnispartner einstimmig. Man könne sich aber sehr wohl eine Lockerung vorstellen, um private Gartenbesitzer zu entlasten. Entsprechende Vorschläge werde man im Januar vorlegen, damit sie noch rechtzeitig in den Entscheid einfließen können.

Das Aktionsbündnis „Baumschutz Schweinfurt“ bittet beim Bürgerentscheid für den Erhalt einer Baumschutzverordnung - am Sonntag, 28. Januar 2018 um die Ja-Stimmen der Schweinfurter Bürger mit folgenden Argumenten:

„Geben Sie einer neuen Baumschutzverordnung und damit unserem Stadtklima eine Chance!

• weil die ersatzlose Abschaffung der Baumschutzverordnung ein falsches Signal wäre angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der Feinstaub-Problematik. Nachdem in vielen Städten die Überschreitung von Schadstoffgrenzwerten mittlerweile an der Tagesordnung ist, braucht es mehr statt weniger Bäume.

• weil ein Baum pro Stunde 1.200 Liter Sauerstoff produziert, in der gleichen Zeit etwa 2,4 kg CO2 verbraucht und pro Jahr bis zu 7.000 kg Staub filtert. Um die Leistung eines Altbaumes zu ersetzen, müssten je nach Baumart ca. 200 Jungbäume gepflanzt werden.

• weil Bauträger in vielen Fällen nur über eine Verordnung zu Ersatzpflanzungen ver-pflichtet werden können, wenn sie für Großprojekte Bäume fällen (siehe jüngst Norma-Erweiterung am Bergl).

• weil die jetzige Baumschutzverordnung für den privaten Gartenbesitzer gelockert werden kann (Stichwort Mindestbegrünung, Einteilung in Zonen etc. ) ohne gleich alle Regularien aufzuheben und der Willkür Raum zu geben.”

Wer sich dem Bündnis unterstützend anschließen will, der kann Kontakt aufnehmen: Richard Lindner: Tel. 09721-6478312 oder www.baumschutzbuendnis.de.

Spenden sind hochwillkommen: Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Schweinfurt, IBAN: DE94790690100002517540, BIC: GENODEF1ATE, Stichwort „Baumschutz“.