Gedenkveranstaltung am 8. Mai 2024 am Zwangsarbeiter-Gedenkort „Drei Linden“

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Am Schweinfurter Zwangsarbeiter-Gedenkort „Drei Linden“ mit dem berührenden Kunstwerk von herman de vries und entlang des zur Erinnerung geschaffenen „Lagerwegs“ standen während des Zweiten Weltkriegs die Baracken, in denen Tausende Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter untergebracht waren. Über 14 000 Menschen aus dem von Deutschen besetzten Europa mussten vor allem in der Schweinfurter Großindustrie unter schrecklichen, menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten.

Das Olympia-Morata-Gymnasium hat die Patenschaft für den Gedenkort und Gedenkweg am Main mit seinen sieben Informationstafeln übernommen. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums werden bei einer Gedenkfeier zur Erinnerung an die Opfer der Zwangsarbeit am Mittwoch, 8. Mai, um 14.30 Uhr ihren Gedanken zu den Geschehnissen der Vergangenheit Ausdruck verleihen. Sie umrahmen die Feier auch musikalisch.

Zu der Veranstaltung am Gedenkort „Drei Linden“ in den Oberndorfer Mainwiesen ist die Öffentlichkeit vom Olympia-Morata-Gymnasium und von der Initiative gegen das Vergessen herzlich eingeladen.

Der Tag ist dabei bewusst ausgewählt: Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Als die Waffen endlich schwiegen, waren mehr als 60 Millionen Opfer zu beklagen. Nach zwölf Jahren nationalsozialistischer Herrschaft bedeutete dieser Tag den politischen, militärischen und moralischen Untergang des verbrecherischen Regimes in Deutschland, das die Welt in den Abgrund gestürzt hatte. Der 8. Mai war der Tag der Befreiung.

Für den Gedenkort gibt es keine genaue Adresse. Wenn man auf Google Maps das Stichwort „Gedenkstätte für Zwangsarbeiter“ eingibt, wird man zum Gedenkort geleitet. Vor Ort gibt es eine begrenzte Anzahl an Parkmöglichkeiten. Der Weg zum Gedenkort ist ausgeschildert und fußläufig gut zu erreichen.

Der „Initiative gegen das Vergessen“ war es sehr wichtig, für dieses Geschehen einen würdigen Erinnerungsort zu schaffen. Seit 2011 erinnert der Gedenkort „Drei Linden“ auf den Oberndorfer Mainwiesen an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Leonardo Calossi, ehemaliger Zwangsarbeiter aus Italien, sah den Gedenkort als Mahnung, dass sich die „verabscheuungswürdigen Taten gegen die Menschlichkeit niemals wiederholen.“

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