Erich Hackl am Bayernkolleg

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Erich Hackl_Foto-Maurice-Haas-Diogenes-Verlag

Am Montag, 3. Juni 2019, kam ein bekannter Literat mit großer Literatur ins Schweinfurter Bayernkolleg: Erich Hackl las aus seinem jüngsten Werk „Am Seil”. Es trägt den Untertitel eine Heldengeschichte.
Wie oft bei Hackl, liegt der Erzählung ein authentischer Fall zu Grunde: Der Wiener Kunsthandwerker Duschka rettet im nationalsozialistischen Wien zwei Menschenleben, indem er eine jüdische Mutter mit ihrer Tochter in seiner Werkstatt versteckt. Zu dritt sind sie gewissermaßen an ein unsichtbares Seil gebunden, das alle drei Menschen auf besondere Weise verbindet.
Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, Oberösterreich, hat Germanistik und Hispanistik studiert und ein paar Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Wien und Madrid. In seinem literarischen wie publizistischen Schaffen geht es ihm darum, Fäden zu knüpfen zwischen denen, die sich mit heutigem Unrecht nicht abfinden, und jenen, die sich schon früher empört haben und damit nicht allein bleiben wollten. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zu Grunde. Auroras Anlass und Abschied von Sidonie sind Schullektüre.