„Nimm dich selbst an die Hand …“ – Gedanken in Sachen Yoga und Corona …

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Wirken des Makrokosmos auf unseren Mikrokosmos oder wie jetzt…?  Seit einem Jahr nun sind wir dauernden Veränderungen ausgesetzt – unsere üblichen Tagesabläufe, Gewohnheiten und Verhaltensweisen wurden beeinträchtigt. Was das mit jedem Einzelnen von uns macht, nimmt jeder entweder bewusst oder auch unbewusst in Form seiner Emotionen, Leiden und Muster auf geistiger und körperlicher Ebene wahr.

Dieser Zustand zeigt deutlich das Wechselspiel zwischen Ursache und Wirkung. Der Begriff Karma stammt aus der buddhistischen und hinduistischen Philosophie und beschreibt, dass nichts, was passiert ohne Ursache und kein Ergebnis ohne Wirkung bleibt. Diese Grundphilosophie sieht keinen Gott als Richter vor und die Reaktionen und Handlungen können sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Die Natur lebt uns Hoffnung vor – Die Natur, mit der wir untrennbar verbunden sind, besitzt unfassbare starke Selbstheilungskräfte. Aus dem kargen Winterschlaf vollzieht die Natur ein energetisches Erwachen und kitzelt auch uns mit frischer Energie durch – den sogenannten Frühlingsgefühlen. Die Vögel zwitschern, die Zugvögel kehren zurück, Knospen und Leben sprießt aus allem Ecken und Winkeln. Nimmst Du dieses Erwachen dieses Jahr auch intensiver wahr? Da wir selbst die Veränderung wünschen, um aus der eigenen Corona-Lethargie aufzuwachen. Wir sehnen uns nach einer Veränderung und gleichzeitig hat uns die Phase möglicherweise mehr mit uns selbst verbunden als die Zeit davor. Durch ein Selbststudium – einem Beobachten der Reaktionen, Emotionen und Stimmungsschwankungen, die Corona, bzw. ein Lockdown mit sich bringt. All dies kann man auch als ein Geschenk sehen, um näher zu sich und wieder in Einklang mit seiner wahren Natur kommen zu dürfen. Wer die Zeit auch im Winter genutzt und mehr in der Natur verbracht hat, wird eine Verbundenheit spüren, die uns selbstvergessen und glücklich macht. Fast jeder erlebt eine beruhigende Wirkung der Natur, in der wir ziemlich schnell abschalten können – uns treiben lassen und dabei entspannen.

Was lehrt uns dieser Wandel? Was will uns die Natur sagen? – Ein erster Schritt könnte ein Perspektivenwechsel sein, um das große Ganze wieder zu erkennen und zu spüren, dass wir nicht das Zentrum, sondern ein Teil dieser Schöpfung sind. Alles, was wir dem Planeten antun, tun wir auch uns selbst an. Denn wir sind selbst Teil der Natur. Somit kann der Mensch nicht die Natur zerstören, sondern nur sich selbst.

Gehen wir nochmals zurück zum Prinzip von Ursache und Wirkung. Ohne einer Ursache säßen wir jetzt nicht im Lockdown, ganz gleich, wer diese Wirkung herbeigeführt hat.

Wir alle sind einzelne Mikrokosmen und bilden so den Makrokosmos. Vielleicht wird jetzt klarer, dass jeder einzelne von uns seinen Teil zum großen Ganzen beiträgt.

Weder die Politik, noch ein Europa oder ein Klimawandel werden die Ursachen der Vergangenheit ändern können.

Wir tragen alle eine tiefe Sehnsucht nach Ganzheit in uns. Die Natur ist immer eine Hilfe, um uns von neuem zu verbinden und unser wahres Selbst zu erkennen. Wir alle wünschen uns wieder eine selbstbestimmte Zukunft, ein Leben ohne Vorschriften und Einschränkungen, damit wir uns selbst wieder lebendig und gut fühlen. Und was, wenn es unsere Aufgabe ist leidvolles Karma in der Zukunft zu verhindern? Dann stelle ich mir die Frage – was kann ich heute beginnen und ändern, um dem Prinzip von Ursache und Wirkung im negativen Sinne Einhalt zu bieten? Der Mensch kann die Natur nicht zerstören, nur der Mensch sich selbst. Welche eine schöne Vorstellung, durch das Übernehmen meiner Verantwortung eine Wirkung zu schaffen, die ansteckend ist? Sei Du selbst die Veränderung, die Du für die Welt sehen möchtest.

Und starte jetzt – Yoga Sutra 1.1: atha yoga-anuśāsanam

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