Tierisch gute Hilfe: Therapiehund Simba unterstützt beim Gesundwerden

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Therapiehund Simba unterstützt beim Gesundwerden
Schon vor Beginn der Therapiestunde ist Simba, der 4jährige Border Collie der Star auf der Station. Eine Patientin hat extra Leckerli für ihn besorgt und freut sich riesig, dass sie sie für den Rüden verstecken darf. Auch Simba ist ganz bei der Sache und sucht begeistert. Währenddessen erledigt Simbas Frauchen Andrea Schlegel einige Formalitäten. Dann geht es endlich los.
Bis zu 10 Patienten der Psychosomatischen Klinik – einem Gemeinschaftsprojekt des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt und des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Werneck – nutzen jede Woche die Gelegenheit an einer Therapiesitzung mit Simba teilzunehmen. Die Patienten wechseln sich alle zwei Wochen ab, damit jeder Mal Zeit mit dem Hund verbringen kann.
Seit ca. einem Jahr kommt Simba regelmäßig in die Klinik für Psychosomatik, außerdem besucht er bereits seit eineinhalb Jahren einmal im Monat Patienten in der Schmerzklinik. Sein Frauchen Andrea Schlegel könnte sich für den zum Therapiehund ausgebildeten Simba, der außerdem noch „Azubi“ zum Rettungshund beim ASB Schweinfurt ist, aber auch noch andere klinische Einsatzbereiche vorstellen. „Man merkt deutlich, dass die Patienten vom Umgang mit dem Hund profitieren, sie sind deutlich entspannt. Alles läuft locker und ohne Zwang ab.“
Therapiehund Simba in Aktion. Fotos: I. Leikert
Auch Simba scheint die Interaktion mit seinen menschlichen Spielpartnern zu genießen. Nach der Begrüßung lässt er sich erstmal ausgiebig kraulen, sucht dann versteckte Leckerli und Spielzeug und dreht am Ende richtig auf, als er endlich seinem geliebten Ball nachspringen darf.
„Nach einer halben Stunde ist aber Schluss“, erklärt Frau Schlegel. „Jetzt braucht der Hund eine Pause.“ Auch mehr als 2-3-mal die Woche sollte ein Therapiehund nicht arbeiten. Das würde das Tier überfordern.
Nach jeder Sitzung schreibt Schlegel einen Einsatzbericht, der an den „Therapiehundeverein“ geht. „Das Wohl des Tieres steht an erster Stelle. Wenn sie nicht überanstrengt werden, machen die Hunde ihre „Arbeit“ sehr gerne“, sagt Simbas Frauchen. Sie überlegt, ob sie auch ihren zweiten Hund noch ausbilden soll.
Klinikassistentin Schierling würde das mit Sicherheit begrüßen. Sie erzählt: „Ärzte und Patienten sind von Simbas Einsatz gleichermaßen begeistert und es wäre schön, wenn Simba oder Kollege zwei Mal die Woche kommen könnten, denn er leistet einfach tierisch gute Hilfe“.