Seit 25 Jahren eine literarische Bereicherung für Schweinfurt: Die Autorengruppe SAG

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SAG. S für Schweinfurt – A für Autoren – G für Gruppe. 25 Jahre alt.

SAG. S für Schweinfurt – A für Autoren – G für Gruppe.

25 Jahre alt. Dieses Alter hat die Gruppe bereits gemeistert, was eine große Besonderheit für eine Künstlergruppe ist. Seit 1995 beweist die Gruppe, dass sie etwas zu SAGen hat. Es gibt kein gemeinsames literarisches Programm. Dies ist vielleicht die Ursache des langjährigen Zusammenarbeitens.

Die Autorinnen und Autoren haben den Anspruch, literarisch Anspruchsvolles zu schreiben.

Jede Autorin, jeder Autor hat eine eigene Note, ein eigenes Genre, eigene Schwerpunkte, eine eigene Sprache, natürlich auch unterschiedliche Verlage. Lyrik, Prosa, Drama, Textperformance. Ein weites Feld!

Aber die SAG wäre keine Gruppe, wenn sie nicht auch einiges zusammen anpacken würde. Das gemeinsame Literaturpaket entfaltet sich in Lesungen, um einem größeren Publikum zu zeigen, was in jedem Einzelnen steckt. Da ist die jährliche GALA in der Disharmonie. Auch an anderen Leseorten – zum Beispiel im Literaturhaus Wipfeld, im Bürgerhaus Schwebheim, im Friedrich.Rückert.Poetikum Oberlauringen, im Augustinum – sind die Schweinfurter Autoren gern gesehene Gäste.

In der Vergangenheit wurden immer wieder besondere Veranstaltungsformate entwickelt: Am Anfang die Schweinfurter Literaturwochen oder „WORTanBord“ auf dem Maindämpferle oder die Herausgabe der Anthologie „Ausschließlich Liebe“. Dieses Jahr wird es eine Geburtstags-GALA in der Disharmonie geben. Die Autorinnen und Autoren präsentieren am 13. November 2020 die literarisch-musikalische Revue „SAG doch mal was.“

Ein Herzstück des Wirkens der Autorengruppe in der Schweinfurter Literaturszene ist die Offene Lesebühne „Wortrösterei“ an jedem dritten Dienstag im Monat in der „Kleinen Kaffeerösterei“. Es treffen sich Menschen, die gerne schreiben und die ihre eigenen Texte vortragen, die Literatur lieben, über Literatur reden oder auch einfach zuhören möchten. Wegen des Corona-Virus muss die „Wortrösterei“ im April leider ausfallen, aber am 19. Mai wird – hoffentlich – wieder mit großer Lust die Literatur ins Visier genommen, und jeder kann seine Texte auf dem blauen Sessel zur Freude aller lesen.

Bei der offenen Lesebühne kommen natürlich auch Gäste und der Nachwuchs zu Wort.

In der letzten Zeit widmen sich die Schriftstellerinnen und Schriftsteller des Öfteren gemeinsam einem Thema, wie sie 2016 es in einer frechen Hommage für Friedrich Rückert in seinem Geburtshaus am Marktplatz machten. Eine große Herausforderung war 2018 das Aufeinandertreffen von Bild und Wort im Museum Georg Schäfer: „Und abends tu ich dichten.“ Es ging den Autorinnen und Autoren darum, zu zeigen, wie sie von Gemälden, von Zeichnungen, von den Künstlern, von Rahmen, von Farben, vom ganzen Museum inspiriert wurden.

Die SAG suchte auch immer die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen. Beispiele sind die Schweinfurter Komponisten und im letzten Jahr die Schweinfurter Radierwerkstatt. Radierwerkstatt und die SAG beschäftigten sich mit FAUST und holten mit Bild und Wort Goethes Drama in die Gegenwart. Handlungsort war der Kunstsalong des Kunstvereins Schweinfurt in der Kunsthalle.

Die Schweinfurter Autorengruppe hat ihre Gruppengröße immer überschaubar gehalten. In der Gruppe sind zurzeit aktiv: Johanna Bonengel, Renate Eckert, Joachim Engel, Günter Hein, Peter Hub, Manfred Manger, Martina Müller-Wagner, Anika Peter, Linde Unrein und Hanns Peter Zwißler. Das gemeinsame Band ist die Freude am Schreiben.

Wer sich genauer informieren will, besucht die Homepage der SAG: www.sag-literatur.de
Kontakt: Hanns-Peter Zwißler (hp.zwissler@t-online.de – 09721 24992) und Johanna Bonengel (bonengel@t-online.de – 09721 471115).