Infostand zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen” am 25. November 2021

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Am Donnerstag, 25. November 2021, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, werden Mitarbeiterinnen des Frauenhaus der Region Main-Rhön in Schweinfurt in der Spitalstraße/ Ecke Lange Zehntstraße von 10 bis 12 Uhr einen Info-Stand anbieten. Gern kommen sie auch mit Interessierten ins Gespräch.
Sie berichten über ihre derzeitige Arbeit: „Auch in diesem Frühjahr und Herbst müssen wir erneut mit den pandemiebedingten Einschränkungen infolge extrem hoher Inzidenzwerte im Hotspot Schweinfurt unsere Arbeitsweise anpassen.
Die Einhaltung der 3G-Regel und regelmäßige Tests im Frauenhaus, aber auch vor einer Aufnahme oder vor einem persönlichen Beratungsgespräch gehören dazu, wie auch die Einschränkung von Gruppenangeboten oder Öffentlichkeitsarbeit . Mit kreativen Lösungen versuchen wir einerseits, den Betrieb unseres Frauenhauses aufrecht zu erhalten, für unsere Bewohnerinnen und Kinder da zu sein und ihren Gesundheitsschutz sicher zu stellen. Es ist ein Drahtseilakt mit dem wir hilfesuchende Frauen unterstützen wollen und immer wieder neue Verordnungen beachten müssen.”

2020 fanden 46 Frauen und 34 Kinder Schutz und Unterstützung in hiesigen Frauenhaus.
Gewalt an Frauen findet in der Regel in den eigenen vier Wänden statt und bleibt gerade in Zeiten der Kontaktvermeidung oftmals unentdeckt. Viele Menschen werden auf sich selbst zurück geworfen und leiden still und heimlich. So verzeichnet das Frauenhaus-Team bei Aufnahmeanfragen eine Zunahme an sozialer Verelendung.

Mit dem Infostand am 25.11.2021 wollen die Frauen auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen setzen: „Gerade wenn der Spielraum, sich Beratung und Hilfe zu holen, stark eingeschränkt ist, und Frauen der häuslichen Kontrolle kaum entfliehen können, möchten wir ihnen beistehen. Wir wollen sie ermuntern, aufmerksam mit sich zu sein. Sie sollen wissen, dass sie wertvoll sind.
Darum verschenken wir Taschenspiegel mit der Beschriftung „Hier siehst Du das Wertvollste auf der Welt“ an Frauen mit dem Appell, sie mögen in Zeiten der allgemeinen Kontaktbeschränkungen gut auf sich aufpassen.
Und weiter: „Außerdem haben wir dem Spiegel eine Information von der bundesweiten Kampagne „Stärker als Gewalt” beigefügt. Die Kampagne will erreichen,
• dass betroffene Frauen den Mut haben, sich zu wehren, wenn sie von häuslicher Gewalt betroffen sind.
• mehr Menschen im Umfeld von betroffenen Personen hinsehen und ihnen helfen.
• insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie alle Betroffenen Hilfe finden, die zuhause von Gewalt bedroht sind.”
Der von der Kampagne initiierte Aufruf „Du kannst helfen – Gemeinsam sind wir stärker als Gewalt” soll alle Menschen zum Handeln motivieren – für ein Miteinander, das stärker als Gewalt ist.