„Honky Tonk goes Dorf” in Poppenhausen übertraf alle Erwartungen

132
... „Hainer“ Location am Rathaus, wo die Lokalmatadoren von Bitter Sweet den Platz zum Tanzen brachten ... Fotos: © Anand Anders

Poppenhausen. Im Laufe des Abends überschlugen sich die Schätzungen, wie viel Gäste nun tatsächlich den Weg nach Poppenhausen zum ersten „Honky Tonk goes Dorf” gefunden haben. Genau wird man es aufgrund des freien Eintritts nicht feststellen können, dass es aber mehrere tausend waren, war offensichtlich. Nachdem bereits die fünf Roadshows der letzten beiden Wochen in den Gemeindeteilen Maibach, Pfersdorf, Hain, Kützberg und Kronungen hervorragend besucht waren und zum Teil für ausverkaufte Essens- und Getränkestände sorgten, setze das Honky Tonk am Samstag noch mal einen drauf.

Bürgermeister Ludwig Nätscher war überglücklich. „Die lange Vorbereitungszeit und die viele Arbeit haben sich wirklich gelohnt. Dieser Abend hat alle Erwartungen weit übertroffen.“ Oder, wie es ein Gast ausdrückte: „Von diesem Abend wird im Dorf noch in 20 Jahren gesprochen.“

Egal, wohin man kam, überall fröhliche Menschen, alle Generationen kamen zusammen und ließen sich von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort treiben. Angefangen von der „Hainer“ Location am Rathaus, wo die Lokalmatadoren von Bitter Sweet den Platz zum Tanzen brachten, über das von den Kützbergern betreute Pfarrheim mit der Leipziger Band Jamstreet bis zur alten Brauerei, wo die Poppenhäuser Vereine mit Blast eine reale Bierwochen-Revival-Party feierten, zog sich die Festivalmeile.

Vor der alten Posthalterei, von den Vereinen aus Kronungen betreut, brachte die niedersächsische Band GoGorillas den Platz zum Hüpfen. Steffi List und Cräcker spielten ihren Platz, wo Pfersdorf im Anklang an die BeerBottleParty mit dem Milchtruck43 die Verantwortung innehatte, zu einem weiteren Hotspot des Abends.

Etwas Besonderes konnte man am Platz erleben, der vom Gemeindeteil Maibach betreute wurde. Dafür sorgten die Lumperliedli der Eurumer Banditen, die sich unverstärkt zu behaupten wussten und die Gäste zum Mitsingen brachten, und eine echte Weinprinzessin, die am Weinstand mit ausschenkte, war doch das Motto dort: Brot und Weinfest.

Auch bei den beiden Ortsgastronomien, Aquila Nera und Zur Sonne, sorgten Just Brill aus Weimar und Torpedo2 aus Kassel für ausgelassene Stimmung und gute Umsätze.

Ralf Hofmann, Organisator der Veranstaltung und gemeinsam mit Dominik Brähler der Erfinder des Honky Tonk®, zeigte sich vor allem von der Kreativität der Vereine begeistert, die sechs der neun Locations gastronomisch betreuten. „Es war auch aus kulinarischer Sicht vermutlich eines der abwechslungsreichsten Festivals in der Honky Tonk-Geschichte.“

Eine entscheidende Rolle spielte sicherlich das perfekte Wetter. Sonnenschein und sommerliche Temperaturen lockten am frühen Abend alle aus den Häusern und die spürbare Abkühlung in der Nacht hatte vermutlich auch ihren Anteil, dass die Veranstaltung – trotz der Menschenmenge – friedlich und ohne nennenswerte Vorkommnisse über die Bühne ging. Security und Sanitätsdienst hatten jedenfalls einen ruhigen Abend. Lediglich einige Verkehrsprobleme gab’s, da sich einige Autofahrer nicht an die geänderte Verkehrsführung hielten.

Bürgermeister Nätscher nannte das Event auch einen „großartigen Marketingerfolgt für Poppenhausen“ und dankte allen, die das mit möglich gemacht haben. Eine Wiederholung schloss er nicht grundsätzlich aus, wies aber darauf hin, dass eine solche Kraftanstrengung nicht beliebig wiederholbar sei. Schließlich war der Anlass 50 Jahre Großgemeinde. Er schloss aber mit den Worten: „Was kann es für ein größeres Kompliment für alle Organisatoren geben, als dass die Gäste sagen: das müsst ihr unbedingt wiederholen.“

Fotos: © Anand Anders