Buchvorstellung „Hexenloch” – Roman

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Christoph Lindenmeyer. Foto: Pustet

Wolff ist leitender Redakteur eines großen deutschen Medienunternehmens und konnte schon in Christoph Lindenmeyers Roman Teufelsgasse mit journalistischem Spürsinn einen mysteriösen Todesfall aufklären. Er sieht sich in Hexenloch unvermittelt in eine beklemmende Serie von Ereignissen zwischen Salzburg und München verstrickt …

Kalt war es geworden. Salzburg wirkte stiller als in den Jahren zuvor, Mirabellgarten und Plätze fast menschenleer. An vielen Schaufensterscheiben klebten Plakate: Abverkauf wegen Geschäftsaufgabe. Europa und die Welt hatten schwere Jahre hinter sich.
An Kälte hatte sich Wolff mittlerweile gewöhnt. Im Münchner Funkhaus war die vitale Gesprächskultur längst zum Erliegen gekommen. Einsilbig mied man einander.
Was ihm beim Rundgang um die vornehme Salzburger Villa besonders zu denken gab, waren die schweren schmiedeeisernen Gitter vor jedem Fenster. Suchte hier jemand Schutz? Oder war gar hier gefangen?
Ein in sich gekehrter Hörfunkregisseur, eine Schauspielerin am Ende ihrer Karriere, ein Toningenieur im Krankenbett, ein undurchsichtiger Salzburger Kunsthändler – und ein Gemälde des Landschaftsmalers Carl Wilhelm Hübner, das offenbar einst in der Nationalgalerie Oslo hing. Was verbindet sie miteinander?

Christoph Lindenmeyer, geboren 1945 in Berchtesgaden, ist Journalist, Dozent und Autor. Nach seinem Studium der evangelischen Theologie war er Leitender Redakteur im Bayerischen Rundfunk, u.a. als Kulturchef im Hörfunk. Er ist Honorarprofessor für Christliche Publizistik (Universität Erlangen) und Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Im Verlag Anton Pustet erschienen: Rebeller, Opfer, Siedler – die Vertreibung der Salzburger Protestanten (2015 und 2016), Der Birnbaum im Pfarrgarten – eine evangelische Gemeinde im Nationalsozialismus (2019) sowie die Romane Teufelsgasse (2021) und Hexenloch (2022). www.pustet.at

Hexenloch, 336 Seiten, französische Broschur, 22,00 €. ISBN 978-3-7025-1058-9. ET 30. Juni 2022.