StartSchuss zur neuen Saison im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen

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Endlich wieder Freiland-Zeit: Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen startet am 23. März 2024 in die neue Saison. Foto: Gerhard Nixdorf

Pünktlich zum Start der Osterferien beginnt am Samstag, 23. März, im nördlichsten Freilandmuseum Bayerns die Saison 2024. Zahlreiche Aktionen sowie die neue Sonderausstellung „Sauberkeit zu jeder Zeit. Hygiene auf dem Land“ laden zum Entdecken ein.

Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen hat nach der Winterpause ab Samstag, 23. März 2024 wieder geöffnet. Traditionell gibt es für den ersten Gast der Saison eine Überraschung an der Museumskasse.
Gleich am Sonntag, 24. März erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm: Rund um Redewendungen und ihre Herkunft dreht sich an diesem Tag alles in der öffentlichen Sprichwörter-Führung „Unter aller Kanone?“ um 11 und 14 Uhr.

In der Verkaufsausstellung von Gartenvisionen Lang aus Würzburg können sich die Museumsgäste auf die bevorstehenden Oster- und Frühlingstage einstimmen und von bepflanzten Dekoideen und handgefertigten Blumenarrangements inspirieren lassen. Beim Workshop „Frühlingshafte Loops“ (11 und 14 Uhr) werden die Teilnehmenden selbst kreativ und binden mit Blumen, Moos, Stroh und Bändern ganz individuelle Ringe. Gebühr und Materialkosten: 35 € zzgl. Museumseintritt (Anmeldung bis 17.3. unter info@freilandmuseum-fladungen.de oder 09778 – 91230).

An jedem Sonntag während der Saison dürfen die Besucherinnen und Besucher beim historischen Kochprogramm mit anpacken: Von 11 bis 15 Uhr wird gemeinsam geschnippelt, gerührt, gekocht und anschließend natürlich auch probiert.

Auch am Mittwoch, 27. März 2024 findet das Mitmachprogramm im Dreiseithof aus Leutershausen statt. Passend zum jährlichen Brautag kommen dann Malzbonbons auf den Tisch. Wer erleben will, wie das Museumsbier hergestellt wird, kann den Brauvorgang den ganzen Tag über im Gemeindebrauhaus aus Alsleben beobachten – vom Maischen übers Würzekochen bis hin zur Hopfenbeigabe. Bei einer öffentlichen Führung um 11 und 14 Uhr erfahren Interessierte alles über die Geschichte des Bieres, wer es früher getrunken hat und was es mit dem „Kommunbrauwesen“ auf sich hat.

Mein Name ist Hase: Unter diesem Motto wird im Freilandmuseum Ostern gefeiert: Am Sonntag, 31. März und Montag, 1. April kommen Ausflügler bei kreativen Bastelangeboten, einer kniffligen Ostersuche im Museumsgelände und Schmiedevorführungen ganz auf ihre Kosten. Osternaschwerk frisch aus dem historischen Backhaus gibt es am Karsamstag (30.3.) und Ostersonntag (31.3.).  Lamby Lamm und Sonny Hase: In der Pop-Up Präsentation „Lamby und seine Freunde“ im Wohnhaus der Schäferei aus Hausen warten rund 30 Steiff Tiere und Figuren aus den 1950er bis 1980er Jahren wieder- oder auch ganz neu entdeckt zu werden. Ein Highlight (nicht nur) für Steiff-Fans.

Ein heißes Eisen schmieden können Kinder beim Ferienprogramm am 2. April. Foto: Linda Wolters.

Kinderferienprogramm: Bunte Mitmachaktionen für Kinder (ohne Anmeldung) stehen während der Osterferien an zwei Terminen auf dem Programm: Am Donnerstag, 27. März können alle ab fünf Jahren von 13 bis 16 Uhr einen Osterhasen aus Tontöpfchen basteln und darin ein eigenes kleines Kressebeet ansäen.
Am Dienstag, 2. April zeigt der erfahrene Schmied David Rosenberg von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr (jeweils für eine Stunde) Kindern ab acht Jahren, wie man Eisen im Schmiedefeuer richtig erhitzt und anschließend mit Hammer und Amboss in die gewünschte Form bringt. Mit jedem Kind fertigt er ein kleines Werkstück. Erziehungsberechtigte müssen während des Programms anwesend sein. Mitzubringen sind feuerfeste, lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk, bei langen Haaren ein Haargummi oder eine Kopfbedeckung. Schutzbrille und Arbeitsschürze werden gestellt.

„Sauberkeit zu jeder Zeit. Hygiene auf dem Land“
„Hygienisch rein“ – ein Schlagwort, das uns heute alltäglich begegnet. Doch was bedeutet eigentlich „sauber“ und wann kam die „moderne“ Hygiene ins Spiel? Die neue Sonderausstellung „Sauberkeit zu jeder Zeit“ bietet überraschende Einblicke in die vielschichtige Entwicklung der Gesundheitspflege auf dem Land. Sie ist ab Sonntag, 24.3. im Obergeschoss des Eingangsgebäudes während der Öffnungszeiten des Freilandmuseums zu sehen.

Geöffnet ist das Museum ab 23. März jeweils dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Am Ostermontag, 1. April hat es ebenfalls geöffnet. In der Hauptsaison von Mai bis September kann das Freilandmuseum täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden.

Alle Termine und Infos zum Besuch: freilandmuseum-fladungen.de.
Kontakt: 09778 – 91230 oder info@freilandmuseum-fladungen.de.

Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen: In Bayerns nördlichster Stadt Fladungen macht das Fränkische Freilandmuseum die vergangene ländliche Bau-, Arbeits- und Lebensweise aus ganz Unterfranken sowie der angrenzenden hessischen und thüringischen Rhön erlebbar. Auf einem zwölf Hektar großen Gelände geben rund 30 wiedererrichtete landwirtschaftliche Anwesen und Gemeindebauten einen umfassenden Einblick in das Wohnen und Wirtschaften vom 17. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre. Eingebettet sind die Gebäude in eine historische Kulturlandschaft aus Gärten, Streuobstwiesen, Äckern und Weiden, auf denen alte Haustierrassen gehalten werden. Bei verschiedenen Mitmachprogrammen und Aktionstagen können Besucherinnen und Besucher das frühere Leben im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen selbst nachempfinden.

Direkt an das Museumsgelände schließt eine weitere Attraktion an: Auf der ehemaligen Lokalbahnstrecke zwischen Fladungen und dem 18 km entfernten Mellrichstadt verkehrt das sogenannte Rhön-Zügle. Mit ihren Dampf- oder Dieselloks und historischen Waggons befördert die Museumsbahn an 20 Fahrtagen zwischen Mai und Oktober wie vor 100 Jahren Passagiere durch das obere Streutal. Heuer wird das große Zugpferd der Bahn – die Dampflok 98 886 – 100 Jahre alt.